
1991 34 Mitglieder besuchten die Generalversammlung am 27. Februar im Marienheim in Altenhain. In der Wahlperiode gingen keine Anträge oder nennenswerten Mitteilungen ein. Eine
Ankündigung von Horst Bamberg in der Generalversammlung vom 05. März 1990, eine Theatergruppe zu gründen, wurde im Kreise der Fußballer nur müde belächelt. Dies ließ man nicht auf sich beruhen und
gründete daraufhin die Theatergruppe "Der Libero". Bei einer gemütlicher Runde im Wohnzimmer von Wolfgang und Brigitte Eiffinger wurde im März 1990 der Grundstein für die Laienspielgruppe gelegt. Man
traf sich zweimal pro Woche und probte mal im "Schwarzen Salon", in Wohnzimmern und im "Grünen Baum" an einem Theaterstück, das der Öffentlichkeit vorgeführt und auch den letzten Kritiker überzeugen
sollte. So wurde am 02. März ein Schauspiel in 3 Akten von Wilfried Reinehr mit dem Titel "Ein vollkommener Engel" im völlig ausverkauften Saal des Gasthauses "Zum Grünen Baum" in Altenhain
uraufgeführt. Da "Der Libero" eine gemeinnützige Gruppe ist, wurden vom Eintrittspreis je DM 2,- an den Kindergarten in Altenhain gespendet. Man überreichte einen Scheck von DM 400,- an die Leiterin
Sabine Wolf. Wegen des großen Erfolges wurde das Stück am 21. September ein zweites Mal aufgeführt. Die Urväter der Stunde waren: Horst Bamberg, Rüdiger Gottschalk, Winfried Jaklin, Alexander Meyer,
Sabine Pfennig, Bernhard Lohbreier, Marita Gehler, Margret Weyhreter, Diego Biasizzo, Nicole Rödel, Wolfgang und Brigitte Eiffinger. Für die Aufführungen wurde das Ensemble mit Nicole Schlosser,
Catja Bischoff, Conchita Büttner und Simone Möser erweitert. Die jährliche Osterfahrt am 29. März bis zum 01. April ging ins Berchtesgadener Land, genauer gesagt nach Ainring. Man kam beim legendären
singenden Wirt im Rupertihof unter. Eine Fahrt mit der Bahn durch das Salzbergwerk in Bad Reichenhall stand genauso auf dem Programm, wie ein Ausflug zum Königssee mit Bootsfahrt nach St. Bartholomä
und eine Tiroler Alpenrundfahrt zum Geigelstein. Das erste Jahr nach dem Aufstieg in die A-Klasse Main-Taunus verlief für den BSC Altenhain eher wechselhaft. Lag man am 8. Spieltag noch auf dem
letzten Tabellenplatz, steigerte sich die Mannschaft im Laufe der Saison 1990/91 kontinuierlich. Am Ende stand der BSC auf einem hervorragenden 5. Platz. Aus den Derbys gegen Neuenhain, Bad Soden,
Sulzbach und Schwalbach ging man 6 mal als Sieger hervor. Lediglich gegen Neuenhain verlor die Mannschaft von Spielertrainer Rainer Abshagen, der seine Trainertätigkeit am Saisonende wegen privater
Gründe niederlegen musste. Alles in allem ein erfolgreiches erstes Jahr in der A-Klasse, welches den BSC auch als Nr. 1 im Vergleich der Stadtteile hervorbrachte.

Für die neue Saison 1991/92 wurde Erwin Gennat verpflichtet. Bei seinem Einstand als Trainer und Spieler spendete er einen Satz knallgelbe Trikots. Ein internes Kegelturnier mit Mannschaft, Trainer und Betreuern am 15. Juni sowie ein Tennisnachtturnier für alle Mitglieder am 22. Juni wurden organisiert. Auf 4 Tennisplätzen der Tennishalle in Eddersheim wurde neben selbst organisiertem kalten Buffet und einem 50-Liter-Faß Bier der inoffizielle Tennismeister des BSC Altenhain bis in die Morgenstunden ermittelt. Am 25. August nahm der BSC mit einer Gruppe von Spielern und Mitgliedern am Festumzug der 800-Jahr-Feier der Stadt Bad Soden teil. Die große Verlegung des Stroms zum Waldsportplatz wurde am 09. November mit dem "Kabelfest" gefeiert. Nach vollendeter Arbeit wurde die glorreiche Tat von Jürgen Königstein, Winfried Euler, Eberhard Preis und 2 Flaschen Obstler bei einer internen Feier bis spät in die Nacht bedacht. Böse Zungen behaupten, dass einige der Anwesenden nicht mehr den öffentlichen Weg nach Hause gefunden hätten. Das erste, etwas verspätete, Oktoberfest wurde am 19. November im Marienheim gefeiert. Hervorragend organisiert von Spielausschuss, Trainer und einigen Spielern, erlebten interessierte Vereinsmitglieder schöne und unterhaltsame Stunden bei Spanferkelessen, Tanz und Spielen. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch Reinhold Riedel, der ein ums andere Mal den Saal zum Kochen brachte. Etwa 90 Vereinsmitglieder repräsentierten wieder einmal den großen Zusammenhalt der BSC-Familie auf der Weihnachtsfeier am 14. Dezember im Gasthaus "Zum Grünen Baum". Nach den akademischen Programmpunkten und der Ausgabe der Präsente an die Spieler, sorgten Oliver Steudter aus Okriftel sowie die "Alehaaner Tanzwuzze" für Unterhaltung bis in die frühen Morgenstunden.

1992 In der Generalversammlung am 26. Februar wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt und um Helga Königstein als Frauenwartin ergänzt. Dieses Amt wurde bis dato nicht mehr
verändert. Oliver Weber und Damiano Spagnolo wurden für 250 Spiele geehrt und erhielten je einen Präsentkorb. Eine gute Resonanz fand auch eine Jugendfreizeit in der Jugendherberge am Großen Feldberg
vom 14. bis 15. März. Obwohl ein unverhoffter Wintereinbruch das vorgesehene Programm erschwerte, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Spiele, Nachtwanderung und viele Überraschungen sorgten
für reichlich Abwechslung. Jugendbetreuer waren die Trainer Michael Freund mit Frau Manuela, Jürgen Königstein, Jugendleiter Jürgen Groh, Jürgen Wettlaufer, Heiko Gottschalk und seine Frau Petra. Die
Soma begab sich vom 17. bis 20. April auf ihre Osterfahrt. Das Busunternehmen EMO beförderte 42 BSCler nach Willingen im Sauerland. Eine Besichtigung des Willinger Brauhauses, des Schiefer Bergwerks
und eine Fahrt mit dem Sessellift auf die Hochalm des Ettelsberg wurden von den Verantwortlichen ausgearbeitet. Außerdem verbrachte man einige stimmungsvolle Abende im Haus Neuss, das als Unterkunft
für diesen Ausflug diente. In der Saison 1991/92 konnte man nicht an die guten Leistungen des Vorjahres anknüpfen. Der neue Trainer Erwin Gennat hatte unter vielen Verletzungen wichtiger Spieler zu
leiden. Zwar hatte das Team ein fast ausgeglichenes Torverhältnis (41:43 Toren), aber nur 25 Punkte aus 30 Spielen. Dieses reichte nur zu Tabellenplatz 13. Ab dem Juni 1992 wurde unter der Regie von
Jürgen Königstein, Joachim Pitzer, Peter Schulze, Frank Beusse, Bernhard Lohbreier, Olaf Kowalsky † und Architekt Wilfried Postweiler der Anbau des Vereinsheims in eigener Regie und ohne
Fremdbeteiligung entworfen und errichtet. Die Baumaßnahmen erstreckten sich letztendlich über einen Zeitraum von fast einem Jahr. Selbst die aktive Mannschaft sammelte für diese Umbauaktion und
überreichte dem Vorstand überraschend einen Betrag von DM 1.500,-, der komplett in Baumaterialien investiert wurde. Das Ereignis war so spektakulär, dass sogar der damalige Kerbepfarrer Don Ribbo
(Alexander Paul) diesen Umbau in seiner Kerbepredigt am 13. September 1993 bedachte.
Originalrede von Don Ribbo:
"... Hüttenbau zu Altenhain - Vor vielen Monden beantragte der BSC Altenhain bei der Stadt Bad Soden einen Clubraum für seine Spieler und Spielerinnen, denn der 1. Vorsitzende, Jürgen Königstein,
wollte nicht nur einen Verein mit Sportlern, nein, er wollte, dass der Verein zu einer großen Familie wird. Nun, da er von der Stadt keine Antwort bekam, nahm er sich vor, etwas selbst zu gestalten.
Er beauftragte einen Maulwurf, der ihm unterirdisch Strom auf das Gelände des Waldsportplatzes legte, danach machte er Zeichnungen, Statiken und Pläne für den Ausbau der Hütte. Als erstes baute er
ein großes Wohnzimmer mit Küche, danach kam die Toilette und die neuesten Gerüchte heißen, dass er jetzt noch eine Bühne bauen will. Denn neben den bekannten Nebentätigkeiten ist es ihm gelungen,
eine weltweit bekannte Theatergruppe, die Liberos, aufzubauen. Und mit der Bühne kann er nächstes Jahr neben dem Alehaaner Schoppenturnier noch die ersten Alehaaner Freilichtspiele durchführen. Und
die Kuh hat..."

In der Zeit vom 24. bis 30. Mai nahm die 1. Mannschaft am Jubiläumsturnier der SG Kelkheim teil und erkämpfte sich einen guten 2. Platz. Im Endspiel unterlag man dem FC Lorsbach mit 1:5. In der
Vorbereitungsphase für die Saison wurde vom 31. Juli bis 02. August ein Trainingslager in Hundsangen im Kreis Limburg organisiert. Ein urwüchsiges Oktoberfest erlebten 70 Personen bei einem Abend mit
Country-/Oldie-Musik und kulinarischen Spezialitäten, für die am 02. Oktober im Marienheim Reinhold Riedel, die Fa. Hähnchen Muth sowie der Vergnügungsausschuss des BSC verantwortlich waren. Ca. 100
Mitglieder besuchten am 12. Dezember die Weihnachtsfeier im Saal des Gasthauses "Zum Grünen Baum". Auf dem Programm standen Ehrungen, Tombola, Tanz sowie ein Auftritt der BSC - Spielerfrauen, deren
"Ghostbuster-Show" besonders zu gefallen wußte. Musikalisch untermalt wurde der Abend von Dieter Adam (Adam und die Mickys), der ständig darum bemüht war, die Tanzbeine in Bewegung zu halten.
1993 Am 15. Januar charterte der BSC Altenhain einen Bus zu Vorstandsmitglied Bernhard Lohbreiers Kneipeneröffnung in Sinntal Neuengronau. Eine Generalversammlung der besonderen Art
fand am 24. Februar (Aschermittwoch) im Foyer der Kahlbachhalle statt. Als neuer Pressesprecher wurde Peter Schulze gewählt. Er löste den aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Bernhard Lohbreier
ab. Nach vollzogenem Pflichtteil wurde der Faschingskater mit einem Heringsessen vertrieben. Im Mai 1993 führte die Theatergruppe "Der Libero" ihre neue Komödie "Maximilian der Starke" im
vollbesetzten Saal des Gasthauses "Zum Grünen Baum" auf. Eineinhalb Jahre ist an diesem Stück gearbeitet worden, bis es am Freitag, den 07. Mai, zur Premiere kam. Unter der Regie von Andrea
Hoffstädter konnte man den Saal am 08. Mai ein weiteres Mal zum Toben bringen. Am 30. Mai veranstalteten Jürgen Groh und Wilfried Postweiler eine Bildersuchfahrt durch den Taunus. 17 Teams mussten
diverse Fragen lösen und an Kontrollpunkten einige Aufgaben erledigen. Der Ausklang fand bei einem gemütlichen Grillabend auf dem Waldsportplatz statt. Wechselhafte Gefühle bescherte diese Saison der
Mannschaft von Trainer Erwin Gennat. Zur Halbzeit der Serie lag man mit 27:22 Tore und 20:10 Punkten auf einem aussichtsreichen (nur 2 Punkte hinter einem Aufstiegsplatz) 4. Rang. Doch die Rückrunde
hatte es in sich. Nur noch 4 Siege aus 15 Spielen ließen den BSC Altenhain auf einen nicht erwarteten 11. Tabellenplatz zurückfallen. Ein interner Wäldchestag mit Kinderfest wurde erstmals am 01.
Juni für den Nachwuchs und dessen 4 Trainer durchgeführt. Sämtliche Jugendmannschaften sowie ein sehr großer Teil an aktiven und passiven Mitgliedern füllten den Waldsportplatz und erlebten fröhliche
Stunden. Wegen des großen Anklangs beschloss man, diese Veranstaltung in den jährlichen Terminplan fest einzubauen.

Ein Trainingslager fand vom 16. bis 18. Juli in Sinntal-Neuengronau statt. Beherbergt wurden Mannschaft und Vorstand im Gasthaus und Pension "Jägerhof", die zu diesem Zeitpunkt von unserem
ehemaligen Vorstandsmitglied Bernhard Lohbreier und seiner Lebensgefährtin Marita Gehler betrieben wurde. Nach strapaziösen Trainingseinheiten wurde mit letzter Kraft ein nachdenklicher
BSC-Schriftzug aus 500 geleerten Pfläumchenflaschen zusammengestellt und in den Geschichtsbüchern Gronaus verewigt. Selbst ein zeitgleicher Polterabend stellte diese Aktion nicht in den Schatten. In
einem nachfolgenden Freundschaftsspiel gegen das Team aus Altengronau verlor man sang- und klanglos. Das diesjährige Sommernachtsfest am 21. August wurde am neuen Standort Heimatmuseum ausgetragen.
Wegen baulicher Veränderungen des Quellenparks musste man umziehen. Erstmals wurde auch mit Live-Musik gearbeitet. Das Country Girl Andrea sorgte für ein abwechslungsreiches Programm. Zu Beginn der
neuen Runde wurde Karl Ruppert vom Vorstand als neuer Spielausschussvorsitzender vorgestellt. Er übernahm das Amt von Herbert Löffler. Auch in diesem Jahr, am 01. Oktober, wurde wieder ein zünftiges
Oktoberfest im Marienheim gefeiert. Weit über 50 Personen nahmen an diesem Spektakel teil. Den Jahresabschluss markierten die Weihnachtsfeiern. In der Feier am 08. Dezember für die Jugend erhielten
die 60 Spieler je ein Dino-T-Shirt und ein Stofftier als Weihnachtsgeschenk. Am 09. Dezember schenkte man den Senioren je eine Regenjacke. Ein Auftritt der BSC-Damen und der Mini-Garde der SKG füllte
das Rahmenprogramm dieses Abends, welcher von Oliver Steudter musikalisch begleitet wurde. Für eine 10-jährige Mitgliedschaft wurden 12 Personen geehrt.
1994 In der mit 47 Mitgliedern größten Generalversammlung vom 09. Februar löste Stephan Tille Peter Schulze als Pressesprecher ab. Als neuer Jugendleiter wurde Jürgen Wettlaufer
gewählt. Wilfried Postweiler stand dem Vorstand nicht mehr zu Verfügung und wurde für seine langjährige Trainer- und Vorstandsarbeit geehrt. Eine Satzungsänderung wurde in zwei Punkten beschlossen.
Punkt 1: Der Spielausschussvorsitzende wird als Zuhörer ohne Stimmrecht in die Vorstandssitzungen eingeladen, Punkt 2: Der Vorstand erweitert sich von 6 auf 7 Personen um ein Beisitzeramt.

Im verflixten siebten Jahr löste sich die SOMA aus Mangel an Spielern und Interesse auf. Die Theatergruppe "Der Libero" wurde in diesem Jahr neu besetzt und arbeitete fieberhaft an einem neuen Stück. Spielerisch lief es in dieser Saison auch nicht richtig rund. Erstmalig hatte man über die Saison mit Rainer Abshagen, Oliver Labuhn und Georg Obermeier 3 Trainer im Einsatz. Die gesamte Spielzeit verbrachte der BSC im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Weder nach "oben" noch nach "unten" konnte etwas bewegt werden, so dass zum Abschluss lediglich ein 10. Tabellenplatz heraussprang. Für die neue Saison 1994/95 wurde Wolfgang Jäckel als Trainer verpflichtet. Dieses Jahr stand ganz im Zeichen des Aufbaus der Jugendabteilung. Ziel war es, die Jugendabteilung zu vergrößern und aufzustocken. Es gelang uns und wir waren stolz darauf. 70 Spieler, darunter Bambinis, F-, E1-, E2- und D-Jugend hatte man am Ball. Unsere positive Arbeit wurde durch die Einberufung zweier Jugendspieler in eine D-Jugend-Kreisauswahl (Felix Weiß und Christian Wettlaufer) bestätigt. Wie auch in den Jahren zuvor nahmen Helfer an der Aktion "Unser Dorf soll schöner werden" teil. Dazu wurden die Hänge der Altenhainer Kirchstraße gereinigt und bepflanzt. Am 09. Juli unternahm der BSC einen Tagesausflug zum Holiday-Park nach Hassloch in der Pfalz. Ca. 50 Mitglieder und Freunde des Vereins verbrachten tolle Stunden in dem riesigen Vergnügungspark. Vom 22. bis 24. Juli belegte man wieder das Trainingslager in Sinntal-Neuengronau. Zum wiederholten Male reiste man in den Jägerhof von Bernhard Lohbreier und Marita Gehler, der sich langsam schon zum Stammlokal vieler Mitglieder entwickelte. Als erste Weihnachtsfahrt kann die am 03. Dezember organisierte Weinprobe nach Saulheim bezeichnet werden. Im urigen Weinkeller des Weinguts Walldorf-Pfaffenhof und seiner weihnachtlich geschmückten Boutique verbrachten Mitglieder und Freunde des Vereins schöne Stunden bei Speis und Trank. Die Mitgliederzahl stieg am Ende des Jahres auf die Zahl von 224 Personen, die sich aus 71 Jugendlichen und 153 Erwachsenen zusammensetzte.